Burg Heinfels - Beginn der Restaurierungsarbeiten

Am 16. September erfolgte der Spatenstich auf Burg Heinfels und damit der Beginn für die Revitalisierung der aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg.

 

Für die Verantwortlichen heißt dies aktuell die Sicherung der Anlage zu gewährleisten und die ersten Restaurierungen an der Kernburg vorzunehmen. Dazu zählen vor allem die Mauerkronen des Palas und die Ruinenteile. Diese Basisarbeit erfolgt bis 2019 durch die Unternehmen Artess aus Sillian und Tecnobase aus Trient.  


 

Der zweite Schritt ist dann die Instandsetzung jener Teile, die für das Museum und den gastronomischen Teil genutzt werden. So sind die östlichen und südlichen Teile für das Museum, der westliche Teil für die Gastronomie  vorgesehen.

 

Im Hintergrund wird zwischenzeitlich, mit professioneller Unterstützung durch den Architekten Gerhard Mitterberger und der Agentur Rath&Winkler an den Konzepten und Inhalten des musealen Teils gefeilt.

 

Nutzungskonzept

 

Seit der Gründung des Museumsvereins Burg Heinfels 2014 wird durch Erfahrungsaustausch mit anderen Burganlagen aus Nord- und Südtirol, in zahlreichen Sitzungen und Workshops ein Nutzungskonzept für Heinfels entworfen.

 

Darin enthalten ein Drei-Säulen-Modell mit den Bereichen Events, Museum und Gastronomie, wobei mehr als zwei Drittel der gesamten Burganlage vom Museumsverein verwaltet wird.

 

Das andere Drittel, und zwar den Westtrakt, nutzt das Unternehmen Loacker als Burgtavernen in den Kellergeschossen, als Restaurant- und Hotelbetrieb in den oberen Geschossen.

 

Grundriss Burg Heinfels

Anfänglich im Besitz der Welsperger ging Heinfels schon bald auf die Görzer Grafen über, die die Burg als wichtigen Stützpunkt im Pustertal bis zu ihrem Aussterben um 1500 nutzten. In der Folge kam sie in den Besitz von Kaiser Maximilian I, später verwaltete das königliche Damenstift Hall die Anlage bis sie schließlich am Ende des 18 Jahrhunderts in Staatsbesitz überging.

PPP - Projekt

 

Das ambitionierte Projekt zwischen öffentlicher Hand und Privatbetrieb setzte in der Vergangenheit die Bereitschaft aller Beteiligten voraus, Kosten zu übernehmen, die sich laut Ausschreibung derzeit auf über 11 Millionen Euro allein für die Revitalisierungspläne belaufen.

 

Ein Finanzierungs-Mix zwischen der Tiroler Landesgedächtnisstiftung, dem Bundesdenkmalamt, den Oberländer Gemeinden (Osttirol), dem Osttiroler Tourismusverband, dem Museumsverein Burg Heinfels und dem Unternehmen Loacker soll das Projekt mit überregionaler Strahlkraft für alle Burgenfreunde bis 2019 zugänglich machen.


Verantwortlicher Architekt ist Gerhard Mitterberger; bereits bekannt durch seine Arbeiten an Schloss Bruck in Lienz oder an der Festung Kufstein.

 


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