Heinrich Kühn: Das bedrohte Paradies

Heinrich Kühn: Wanderer in der Wiese ÖNB Wien
Heinrich Kühn: Wanderer in der Wiese ÖNB Wien

Die Galerie im Westtrakt des Museums der Stadt Lienz zeigt einzigartige Werke aus der Frühzeit des Mediums Fotografie in der Ausstellung „Das bedrohte Paradies. Heinrich Kühn (1866-1944) fotografiert in Farbe", die vom 15. Mai bis zum 02. Juli 2016 zu sehen sind.

 

Der in Dresden geborene und seit der Jahrhundertwende in Tirol ansässige Heinrich Kühn (1866 – 1944) zählt zu den Pionieren der internationalen Kunstfotografie. Zwischen 1890 und 1913 beschäftigt er sich intensiv mit Autochromen (Durchscheinbilder) deren Farbqualität derart grandios ist, sodass Kühn selbst von „gefährlich bunten Bildern" spricht.

 

 

Landschaften, Porträts seiner Familie und Stillleben wirken wie impressionistische Gemälde und entstehen durch aufwändige Bildinszenierungen und dem Wechselspiel von Schärfe und Unschärfe.

 

Geschätzte 350 Autochrome Platten von Heinrich Kühn haben sich bis heute erhalten. Da die Originale wegen ihrer Lichtempfindlichkeit nicht mehr öffentlich ausgestellt werden dürfen, wurden sie hochauflösend digitalisiert und auf Glas gedruckt. Ein Großteil der gezeigten Werke stammt aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Die Ausstellung im Westtrakt von Schloss Bruck bietet mit rund 55 Autochromen und Farbdrucken einen repräsentativen Überblick über Kühns fotografisches Werk. Im Zuge der Ausstellung wurde der Film „Das bedrohte Paradies - Der Photograph Heinrich Kühn" von Markus Heltschl am 17. September 2015 im Cine Lienz gezeigt.

 

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Südtiroler Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte Schloss Tirol, Meran und dankenswerter Unterstützung der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien, der Firma Durst und der Kulturstiftung des Bundes (D). (Vgl.: Schloss Bruck - Museum der Stadt Lienz)

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